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Referent
Markus Zdrallek
Bergische Universität Wuppertal Studium der Elektrotechnik an der TU Darmstadt, Promotion an der Universität Siegen. Von 2000 bis 2010 war Prof. Zdrallek in verschiedenen leitenden Funktionen des Energieversorgungsunternehmens RWE in Siegen, Brauweiler, Neuss und Warschau tätig – zuletzt als Prokurist der RWE Rhein-Ruhr Netzservice GmbH. Seit April 2010 ist er Professor an der Bergischen Universität Wuppertal, Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgungstechnik. Gleichzeitig ist Prof. Zdrallek wissenschaftlicher Direktor der Neuen Effizienz - Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH.
Beschreibung
Kleinwasserkraftwerke leisten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur
Erbringung von Systemdienstleistungen und Netzresilienz im Rahmen der
immer weiter fortschreitenden Energiewende in Europa. Durch den Rückgang großer, direkt netzgekoppelter Synchrongeneratoren verändern sich
die physikalischen Grundlagen der Netzstabilität grundlegend. Schwungmasse, Kurzschlussströme und erregungsbasierte Blindleistung werden
geringer, während sich die Erzeugung zunehmend in die Verteilnetze verlagert.
Der Vortrag stellt in diesem Zusammenhang die Ergebnisse eines Gutachtens vor, das den Beitrag der Kleinwasserkraftwerke (bis 1 MW) zu Systemdienstleistungen und Netzresilienz bewertet. Behandelt werden Momentanreserve, Blindleistung und lokale Spannungshaltung, Kurzschlussleistung und Schutzkonzepte, die Eignung für Schwarzstart und Inselbetrieb sowie die Wirkungen auf Netzausbau- und Engpassmanagementkosten.