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Referent
Susanne Drechsel
Geosphere Austria Schon als Kind viel in der Natur unterwegs, habe ich mich für das Studium der Meteorologie an der Universität Innsbruck entschlossen. Nach dem Abschluss 2004 forschte ich ein Jahr am Institut für Physik der Atmosphäre am DLR in Oberpfaffenhofen, ehe ich für mein Doktorat an die Universität Innsbruck zurückkehrte. Nach der Promotion zum Thema Windvorhersagen-Qualität für Windkraftanlagen wechselte ich an die GeoSphere Austria, damals noch ZAMG. Hier bin ich seit über 15 Jahren vor allem in den sehr abwechslungsreichen Bereichen Klima und Klimawandel, Wettervorhersage sowie Gutachten tätig.
Beschreibung
Der Niederschlag und der hydrologische Wasserhaushalt Österreichs haben
sich in den vergangenen Jahrzehnten spürbar verändert. Die Entwicklung
der jährlichen Niederschlagssummen ist zwar durch starke natürliche
Schwankungen geprägt und zeigt österreichweit keinen einheitlichen Trend,
allerdings verändern sich jedoch Verteilung und Intensität der Niederschläge.
Regional bestehen deutliche Unterschiede: Während im Westen tendenziell
zunehmende Niederschläge beobachtet werden, zeigen sich im Südosten teilweise rückläufige Entwicklungen.
Die steigenden Temperaturen verstärken zudem die Verdunstung und führen
insbesondere im Sommer zu einer höheren Austrocknungsgefahr. Die abnehmende Schneemenge und kürzere Schneedeckendauer reduzieren die
natürliche Wasserspeicherung in den Alpen und beeinflussen Abfluss, Grundwasserneubildung und Wasserverfügbarkeit. Gleichzeitig können intensivere
Starkniederschläge das lokale Hochwasserrisiko erhöhen. Für die Zukunft
wird mit einer weiteren Erwärmung, einer Verschiebung der Niederschläge
vom Sommer in das Winterhalbjahr sowie häufigeren Trockenperioden und
Starkniederschlagsereignissen gerechnet.