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Referent
Christian Helmenstein
IV, Economica, Privatuniversität Schloss Seeburg Christian Helmenstein ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Privatuniversität Schloss Seeburg, Chefökonom der Industriellenvereinigung und Gründer des Cognion Forschungsverbundes (Economica, Research Studios Austria, SportsEconAustria u.a.). Er hat ein Doppelstudium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln absolviert und an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Makro- und Regionalökonomie, dem wirtschaftlichen Strukturwandel, der Finanzwirtschaft und der Sportökonomie.
Beschreibung
Österreich weist im europäischen Vergleich einen überdurchschnittlich hohen Anteil erneuerbarer Stromerzeugung auf. Eine wesentliche Grundlage
dafür bildet die historisch gewachsene und hochentwickelte Wasserkraftinfrastruktur. Innerhalb dieser kommt der Kleinwasserkraft eine strukturell
bedeutsame Rolle zu, die in der energie- und wirtschaftspolitischen Diskussion häufig hinter jener größerer Erzeugungsanlagen zurücktritt.
Die Bedeutung der Kleinwasserkraft wird in den kommenden Jahren weiter
zunehmen. Neben den klima- und energiepolitischen Zielsetzungen haben
insbesondere die geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre den
Stellenwert einer verlässlichen inländischen Energieerzeugung und einer
geringeren Importabhängigkeit deutlich hervortreten lassen. Die weitere
Erschließung des Potenzials der Kleinwasserkraft setzt dabei zusätzliche
Investitionen in Neubau, Revitalisierung und Modernisierung bestehender
Anlagen voraus. Die ökonomischen Effekte dieser Investitionen reichen
über ihren unmittelbaren energiepolitischen Nutzen hinaus. Bereits in der
Investitionsphase entstehen entlang der heimischen Wertschöpfungsketten zusätzliche Nachfrageimpulse. Der Beitrag quantifiziert diese volkswirtschaftlichen Effekte für Österreich. Im Mittelpunkt stehen die daraus
resultierende Wertschöpfung, die Beschäftigungseffekte sowie die damit
verbundenen Lohn- und Gehaltseinkommen. Darüber hinaus werden die fiskalischen Rückflüsse analysiert, die infolge der Investitionstätigkeit in Form
zusätzlicher Steuern und Abgaben beim Staat und bei weiteren öffentlichen
Institutionen anfallen.