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Vortrag 15. Oktober

Die volkswirtschaftlichen Effekte der Investitionen in die Kleinwasserkraft

10:30 – 11:00 Uhr 15. Oktober
Christian Helmenstein
Referent
Christian Helmenstein

IV, Economica, Privatuniversität Schloss Seeburg Christian Helmenstein ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Privatuniversität Schloss Seeburg, Chefökonom der Industriellenvereinigung und Gründer des Cognion Forschungsverbundes (Economica, Research Studios Austria, SportsEconAustria u.a.). Er hat ein Doppelstudium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln absolviert und an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Makro- und Regionalökonomie, dem wirtschaftlichen Strukturwandel, der Finanzwirtschaft und der Sportökonomie.

Beschreibung

Österreich weist im europäischen Vergleich einen überdurchschnittlich hohen Anteil erneuerbarer Stromerzeugung auf. Eine wesentliche Grundlage dafür bildet die historisch gewachsene und hochentwickelte Wasserkraftinfrastruktur. Innerhalb dieser kommt der Kleinwasserkraft eine strukturell bedeutsame Rolle zu, die in der energie- und wirtschaftspolitischen Diskussion häufig hinter jener größerer Erzeugungsanlagen zurücktritt. Die Bedeutung der Kleinwasserkraft wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Neben den klima- und energiepolitischen Zielsetzungen haben insbesondere die geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre den Stellenwert einer verlässlichen inländischen Energieerzeugung und einer geringeren Importabhängigkeit deutlich hervortreten lassen. Die weitere Erschließung des Potenzials der Kleinwasserkraft setzt dabei zusätzliche Investitionen in Neubau, Revitalisierung und Modernisierung bestehender Anlagen voraus. Die ökonomischen Effekte dieser Investitionen reichen über ihren unmittelbaren energiepolitischen Nutzen hinaus. Bereits in der Investitionsphase entstehen entlang der heimischen Wertschöpfungsketten zusätzliche Nachfrageimpulse. Der Beitrag quantifiziert diese volkswirtschaftlichen Effekte für Österreich. Im Mittelpunkt stehen die daraus resultierende Wertschöpfung, die Beschäftigungseffekte sowie die damit verbundenen Lohn- und Gehaltseinkommen. Darüber hinaus werden die fiskalischen Rückflüsse analysiert, die infolge der Investitionstätigkeit in Form zusätzlicher Steuern und Abgaben beim Staat und bei weiteren öffentlichen Institutionen anfallen.
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