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Vortrag 16. Oktober

Fischbiomasse und Nährstoffdynamik in Fließgewässern – Überschätzung der möglichen Biomasse aufgrund früherer Einträge?

09:00 – 09:30 Uhr 16. Oktober
Walter Reckendorfer
Referent
Walter Reckendorfer

Verbund Dr. Walter Reckendorfer promovierte 2002 in Biologie an der Universität Wien und arbeitet seit 2013 als Gewässerökologe bei VERBUND Hydro Power GmbH. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Wien und als Senior Researcher am WasserCluster Lunz tätig. Er veröffentlichte mehrere Peer-Review-Publikationen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften mit den Schwerpunkten auf Auen, großen Flüssen und angewandter Fischökologie. Seine Arbeitsschwerpunkte bei VERBUND liegen in den Bereichen Ökologie und Hydromorphologie in aquatischen Ökosystemen.

Barbara Grüner-Skodak
Referent
Barbara Grüner-Skodak

Verbund Dipl.-Ing. Barbara Grüner-Skodak studierte Applied Limnology an der Universität für Bodenkultur Wien und ist seit 2021 als Gewässerökologin bei VERBUND Hydro Power GmbH tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte bei VERBUND liegen in den Bereichen aquatische Ökologie und Renaturierung im Einflussbereich der VERBUND Kraftwerke in Österreich und Bayern.

Beschreibung

Trotz großer Anstrengungen zur Herstellung der Durchgängigkeit und zur morphologischen Sanierung unserer Gewässer wird das Ziel eines guten ökologischen Zustands oft nicht erreicht. Der Grund hierfür liegt häufig in niedrigen Fischbiomassen. Als Erklärung werden meist hydromorphologische Defizite und Fischfresser wie Kormoran und Otter herangezogen. In jüngerer Zeit mehren sich jedoch die Hinweise, dass sinkende Fischbiomassen in Flüssen auch mit sinkenden Nährstoffeinträgen und der damit einhergehenden abnehmenden Produktivität – der sogenannten Re-Oligotrophierung – zusammenhängen können. In unserem Vortrag analysieren wir vorhandene Daten österreichischer Fließgewässer zu Fischbiomasse und Nährstoffkonzentrationen und vergleichen sie mit bestehenden Studien zur Nährstofflimitierung in Fließgewässern und Seen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Phosphorkonzentration in Verbindung mit Temperaturerhöhung ein mögliches Modell zur Erklärung der niedrigen Fischbestände in Fließgewässern sein kann.
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