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Vortrag 16. Oktober

Aus der Region für die Nation: Kleinwasserkraft als Erfolgsmodell der Energiewende

11:45 – 12:05 Uhr 16. Oktober
Jürgen Hürner
Referent
Jürgen Hürner

STADTwerke Amstetten GmbH Seit rund sieben Jahren ist Jürgen Hürner Geschäftsführer der STADTwerke Amstetten GmbH. Er verantwortet die strategische und operative Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Beteiligungen. Im Mittelpunkt steht die Transformation eines klassischen Stadtwerks zu einem modernen Energie- und Infrastrukturdienstleister. Seine Schwerpunkte liegen in Energieversorgung, erneuerbaren Energien, Elektromobilität, Wärme- und Wasserversorgung sowie Organisationsentwicklung. Zuvor war er bei Fronius International als Produktmanager im Bereich Solarenergie tätig. Seine Ausbildung an einer HTL für Elektrotechnik sowie sein Studium mit Schwerpunkt Energiewirtschaft an der FH Kufstein verbinden technische Kompetenz mit energiewirtschaftlicher und unternehmerischer Erfahrung.

Beschreibung

Seit 1901 betreiben die Stadtwerke Amstetten ein Laufwasserkraftwerk mit 3 MW Leistung. Was damals technologischer Fortschritt war und den Hauptplatz mit elektrischem Licht versorgte, ist mehr als 120 Jahre später noch immer Herzstück der regionalen Energiezukunft. Heute versorgt die Wasserkraft nicht mehr nur Glühbirnen, sondern bildet die Basis für Elektromobilität, Speicher, Regelleistung und Blackout-Vorsorge. Der vollelektrische Stadtbus legt jährlich rund 320.000 Kilometer zurück und wird überwiegend mit Strom aus dem eigenen Laufwasserkraftwerk geladen. Regionale Energie ersetzt damit fossile Importe: Die Energie, mit der Menschen zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen fahren, wird direkt in der Region erzeugt. Mehr als 40 AC- Ladepunkte sowie ein großer Schnellladepark zeigen, wie Wasserkraft und Photovoltaik moderne Mobilität ermöglichen. Ein 2-MWh-Speicher ergänzt das System, optimiert die Nutzung der erzeugten Energie und ermöglicht die Teilnahme am Regelleistungsmarkt. Gleichzeitig erhöht die Kombination aus Wasserkraft und Speicher die Versorgungssicherheit. Im Blackout-Fall kann damit wichtige Infrastruktur wie die Johann-Pölz-Halle weiter versorgt werden. Kleinwasserkraft ist damit keine Technologie der Vergangenheit. Sie verbindet regionale Wertschöpfung, Mobilität, Netzstabilität und Versorgungssicherheit – und bildet bis heute eine starke Basis für Innovation und Energiewende.
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