Offener Brief an den Nationalen Sicherheitsrat angesichts der Lage im Nahen Osten

Erneuerbare als Schlüssel für Österreichs Energiesicherheit

Österreich ist nach wie vor von fossilen Importen abhängig – der aktuelle Konflikt im Nahen Osten führt das einmal mehr deutlich vor Augen.  Aus diesem Anlass haben wir gemeinsam mit dem Dachverband Erneuerbare Energie Österreich und den anderen Erneuerbaren-Verbänden einen offenen Brief an den Bundeskanzler, Vizekanzler, die Außenministerin sowie die Landeshauptleute verfasst.

Die zentrale Forderung: die Erarbeitung einer nationalen Energiesicherheitsstrategie, die auf drei zentralen Säulen basieren muss:

  • Maximale Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien in Strom, Gas und Wärme. Nutzen wir die Energie, die es hier in Österreich gibt, nämlich Sonne, Wind, Wasser, Bioenergie und Erdwärme.
  • Klare Reduktionspfade für Importe von Öl und Gas.
  • Schaffung eines vertrauenswürdigen, stabilen und investitionsfreundlichen Rahmens für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger.

Die fehlende Erzeugungsmenge aus Kleinwasserkraft, Sonnen- und Windenergie, Geothermie und biogener Energie und damit die Abhängigkeit von Krisenregionen ist einzig auf mangelnden politischen Willen und rechtliche Bedingungen zurückzuführen: alleine durch die Nutzung bestehender Infrastruktur könnte die Kleinwasserkraft jährlich mehr als 2 TWh Strom zusätzlich produzieren, dazu stehen mehr als 3.500 MW umsetzungsreifer Windenergie in den Startlöchern. Auch im Bereich der Photovoltaik und Biomethan ist mehr als ausreichend Potenzial vorhanden.  

Energie darf nicht zu einem dauerhaften Unsicherheitsfaktor für Haushalte und Unternehmen werden. Wirtschaft und Industrie sind auf stabile und planbare Energiepreise angewiesen – gerade jetzt, wo sich viele noch von der letzten Energiekrise erholen.

Die Bundesregierung kann und muss jetzt rasch Maßnahmen setzen, um Österreich aus dieser strukturellen Verwundbarkeit zu befreien!

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